Ein Dorf wird zur Bühne: Musikfestival in Kleinliebenau“

Ein ganzes Dorf im Ausnahmezustand … Festivalstimmung mit zehn Bands & Solisten an sechs Orten in Kleinliebenau!

Einwohner und Gäste erlebten schon zum zweiten Mal ein musikalisches Fest voller Rhythmus, Leidenschaft und Lebensfreude.

Pünktlich um drei am Nachmittag läutete die Glocke das Fest ein, Pfarrer Axel Meißner blus die Europahymne und sprach einleitende Worte: „Vergesst Woodstock, vergesst Highfield, vergesst Wacken!“ … damit lehnte er sich vielleicht zunächst etwas weit aus dem Fenster. Unser Motto „It’s time to dance!“ lief nämlich bei der herrschenden Rekordhitze zunächst etwas schleppend an.

Beim Verein daheim in der Rittergutskirche bot als „Opener“ KARO NERO deutschsprachigen Pop-Rock zwischen Poesie, Tiefgang und tanzbarer Leidenschaft. Von mitreißendem Rock über beschwingten Swing bis hin zu temperamentvoller Gipsy- und Latino-Musik spannte sich der musikalische Bogen durch unterschiedlichste Stilrichtungen. Man musste sich dann beeilen, um rechtzeitig bei Dagmar und Uwe in der Gutshofstraße Angelika Schönwaldt mit lebendigen, charmanten Akkordeonklängen querbeet zu erleben und dabei Kaffee und verschiedene selbstgebackene Kuchen zu genießen. Kühle Getränke kamen aber deutlich besser an, der Schweiß lief bei allen, auch im Schatten.

Klein und Groß konnten sich hinter der Kirche im Schatten der Gräfin von Paris bildkünstlerisch unter Anleitung von Karin beim Malen mit ihren selbsthergestellten Naturfarben ausprobieren.

In der Zone der Ruhe im Ringelblumenweg bot zeitlich parallel AllerleiLied Lieder aus vielen Zeiten und Regionen – charmant, vielfältig und voller Klangfarben. Und bei Ramona im Fliederweg musste sich die 15-köpfige Curubandé Latin Band nicht erst warmspielen, um mit ihrem Repertoire aus Salsa, Cha-Cha-Cha, Cumbia, Bolero und Danzón Tanzstimmung & lateinamerikanisches Flair zu verbreiten. Dank der von Frank installierten Wassersprüher wurde sogar getanzt!

Der Einladung, dem Alltag zu entfliehen, neue Begegnungen zu erleben und die verbindende Kraft der Musik zu spüren, folgten größere Gästescharen erst in der zweiten Runde ab 17 Uhr. Man konnte es niemandem verdenken, denn auch im Schatten erreichte das Thermometer fast 40 Grad, Celsius natürlich.

Der Nachmittag verging mit Side By Saite und Swing, Latin Jazz und Balladen an der Kirche, mit Sush Eff und authentischer, charmanter handgemachter Musik bei Dagmar und Uwe, der Hippie Combo mit Rock’n’Roll-Spirit bei Chaim. Nahtlos ging es weiter in den vom Vollmond erleuchteten Abend, wo bei Gretel im Fliederweg das LiVi-Duo mit Gitarre und Gesang Pop, Rock und Funk groovte, in der Gutshofstraße Liz Meline uns mit feinen Liedern über Nähe, Alltag und vielem zwischen den Zeilen begeisterte, am Kirchlein das Flèche d’Or Swing Quartett Gypsy-Swing voller Virtuosität und dem legendären Sound von Django Reinhardt darbot und bei Chaim das Duo NOKE mit fetten Sounds wie eine ganze Band deutsche Texte erklingen ließ. Im Ringelblumenweg dagegen schuf Zarah Clarissa & Band in der Zone der Ruhe neben einer Cacao-Zeremonie Klang, Ritual und Atmosphäre für eine besondere musikalische Auszeit, während in der Gutshofstraße Sebastian Caspar poetische Liedermacherkunst voller Sehnsucht, Gefühl und leiser Stärke vortrug.

Zum Abschluss in der Kirche verbreitete das Trio No One mittelamerikanisches Flair auf klassischem Instrumentarium mit Rock-Pop-Klassikern und es wurden einige Zugaben verlangt.

Kulinarisch war gut vorgesorgt, es gab französische Häppchen, Caribbean Bebidas y comida – Getränke und Speisen der Karibik, klassische Bratwurst, Wiener und mehr.

Sehr zu danken ist allen fleißigen Helfern an Theken und Abwaschplätzen – mit den roten T-Shirts – Annegret, Barbara G, Barbara V, Dagmar, Gretel, Gudrun, Heike M, Kerstin, Ramona, Sylvi, Dieter und Uwe (die beiden Herrn hinterm Grill hat an diesem Sommertag wirklich niemand beneidet!), Thomas, Antje und Mica. Danke für die Kuchen von Annegret, Barbara, Beate, Claudia, Dagmar, Heike usw usf., an Karin für die Geduld beim Malen.

Mein Dank gilt auch all den Helfern, die zum Gelingen beigetragen haben, selbst wenn ich nicht jeden Einzelnen namentlich erwähnen kann.

Und wir danken der Stadt Schkeuditz für die ausgezeichnete Kooperation und dem Freistaat Sachsen für die kulturelle Förderung!

Da bleibt nur das Fazit: Nach dem Festival ist vor dem Festival!

Text: Heike Sichting, Bilder: Team

Besuch ehemaliger Landwirtschaftsstudenten

Für den 13.06.2026 meldete sich eine kleine Gruppe ehemaliger Studenten der Landwirtschaft bei mir an, um etwas über die Geschichte unserer Kirche in Kleinliebenau zu erfahren.
Gern nahm ich dies an und empfing die Gruppe gegen 11 Uhr in würdiger Kleidung im barocken Stil.
Diese kulturelle Einlage war für alle Beteiligten ein willkommenes Erlebnis.
Mit viel Wissen über das Dorf und die Kirche im Gepäck wanderte die kleine Gruppe – natürlich erst nach zahlreichen Fotos – weiter in Richtung Domholzschenke.
Einen Tag später bedankte sich die Organisatorin noch einmal persönlich bei mir und meinte, dass das Dorf und die Kirche auf diese Weise noch lange in guter Erinnerung bleiben würden.

Barbara Glaser

Oldschool – wie eine Pilger Postkarte begeistern kann

Ist es nicht wunderbar, wenn uns Freude und Begeisterung auf ganz traditionellen Wegen erreichen?
Die Antwort lautet ganz klar: JAAA!

Umso mehr haben wir uns über die liebe Pilgerpostkarte von Nancy und Lena gefreut. Solche kleinen Zeichen der Verbundenheit zeigen, dass Begegnungen und gemeinsame Wege noch lange nachwirken.

Ein herzliches Dankeschön an euch beide für diese schöne Überraschung!

Euer Herbergsvater
Thomas

Pilgergruppe aus Leverkusen zu Besuch

Wenn Pilger unsere kleine Herberge besuchen, freue ich mich jedes Mal aufs Neue. Besonders schön ist es, wenn sich gleich eine ganze Gruppe ankündigt.
Am 12.Mai war es wieder soweit. Hans, der Organisator und die gute Seele der Reisegruppe, hatte schon vor Wochen gefragt, ob ihre jährliche Wallfahrt bei uns Station machen dürfe. Natürlich gerne!

23 Pilgerinnen und Pilger, überwiegend aus Leverkusen, kamen schließlich bei uns an. Gemeinsam machten wir eine kleine Kirchenführung, sangen später noch ein mitgebrachtes Lied und hörten ein Gebet aus der Bibel.
Es war eine ruhige, herzliche Stimmung – man spürte, wie gut es tat, gemeinsam unterwegs zu sein.
Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Der Reisebus wartete bereits am Ortseingang. Noch schnell ein Gruppenfoto und natürlich der Wunsch:
Bon Camino – gute Reise!